Schmucklexikon

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Modeschmuck

Material und Verarbeitung im Modeschmuck: Der Modeschmuck entsprang der Pariser Haute Couture. Ursprung des Modeschmucks ist wie so vieles in der Modewelt die Haute Couture der Pariser Mode. Coco Chanel gilt als eine der ersten Modedesignerinnen, die Modeschmuck in ihren Kreationen als kreative Akzente einsetzte und somit dem Modeschmuck Tür und Tor in die Welt der Trends öffnete. Der Modeschmuck kann als die Antwort auf die regelmäßig wechselnden Modetrends gesehen werden, welche die oft hochkarätigen normalen Schmuckstücke aus Gold, Silber, Platin und anderen Edelmetallen aufgrund ihres Wertes und dem damit verbundenen Verarbeitungsaufwand nicht mit machen können. Das Grundmaterial von Modeschmuck ist immer eine Metallmischung, die als Tombak bezeichnet wird. Je nach Beschaffenheit und Farbe des einzelnen Modells ist die Zusammensetzung etwas unterschiedlich. Die Basis bilden hierbei die Metalle Kupfer und Messing.

Die Veredlung der Oberfläche des Schmuckstückes wird durch Galvanik erzielt (Elektroden-Bad zum Verbinden des Oberflächenmetalls mit dem Grundmaterial). Hierdurch wird eine optimale Haftung der Metallschichten garantiert, damit diese nicht abblättern können.

Edelmetalle

Gold

Gold ist ein Edelmetall, das für die Schmuckherstellung zunächst gegossen, geschmolzen, gewalzt und gezogen werden muss. Auf diese Weise erhält man Feingold. Die Angabe Karat bezeichnet den Reinheitsgrad von Gold. 18 Karat Gold bedeutet, das Objekt besteht zu 75% aus reinem Gold und zu 25% aus Kupfer und Silber.

Platin

Platin wird erst seit Ende des 19. Jahrhunderts zur Schmuckherstellung verwendet. Seinen Namen gaben ihm die spanischen Eroberer in Südamerika, die es „platina“ nannten, was so viel wie „kleines Silber“ bedeutet. Platin ist das seltenste und kostbarste aller Metalle, das schwer zu gewinnen ist und sich bei der Verarbeitung spröde und zäh gibt. Es wird in der Regel mit einem Feingehalt von 950/000 verarbeitet, das heißt, von 1.000 Gramm Schmuckmetall sind 950 Gramm reines Platin. Dafür steht der Stempel „PT 950“.

Rhodium/rhodinieren

Das Überziehen von Schmuckstücken mit einer feinen Rhodiumschicht wird Rhodinieren genannt. Rhodium ist ein Schwestermetall von Platin, es ist sehr hart und hat einen klaren, weißen Glanz. Es wird angewendet, um den oft grauen Schimmer von Weißgoldlegierungen aufzufrischen. Oft dient eine Rhodiumschicht auch als Schutzüberzug zum Beispiel für Silber, da Rhodium nicht oxidiert. Das Rhodinieren erfolgt in einem galvanischen Bad.

Silber

925-Silber, auch Sterlingsilber genannt ist die häufigste Silberlegierung. Sie besteht zu 92,5% aus reinem Silber und 7,5% anderen Metallen, normalerweise Kupfer. Der Feingehalt beträgt demnach 925/1000, daher die Bezeichnung 925er-Silber. Sterlingsilber ist die beste Qualität. Es wird zur Herstellung von Silberschmuck verwendet. Es ist im Vergleich zu reinem Silber härter und somit formstabiler. Alle Schmuckstücke aus Sterlingsilber werden bei der Herstellung mit einem Stempel versehen, die dem Kunden die Echtheit der Legierung bestätigt.

Titan

Titan ist ein sehr leichtes, aber dafür hartes Metall mit einem weiß-metallischen Glanz. Seine Oxydationsschicht erzeugt die graue-weiße Farbe. Der Name ist angelehnt an das griechische Göttergeschlecht der Titanen. Die Hauptvorkommen liegen in Australien, Skandinavien, Nordamerika, dem Ural und Malaysia.

Edelstahl

Edelstahl Chirurgen-Edelstahl 316L zeichnet sich besonders durch seine Härte aus. Seit einigen Jahren wird in der Schmuckbranche auch Edelstahl verarbeitet. Folgende Eigenschaften haben dazu beigetragen, dass Edelstahlschmuck sich erfolgreich in der Schmuckbranche gefestigt hat: Es ist antiallergisch, es kann nicht oxidieren, nicht rosten und ist hart & sehr kratzfest.

Schmucksteine

Achat

Sehr harter Stein mit unterschiedlichen, farbkräftigen Färbungen, bedingt durch verschiedene Mineralablagerungen - meist in gestreifter Zeichnung. Der Onyx ist eine Variante vom Achat, in welcher helle und dunkle Bänder abwechseln. Der Achat gehört zur Gruppe der Quarze und ist eine Variante des Chalcedons.

Amethyst

Der Amethyst gehört zur Gruppe der Quarze, ist sattviolett bis blass rotviolett. Bei Erhitzen verändert sich die Farbe (Zitrin). Bedeutendste Vorkommen liegen in Südbrasilien, Uruguay und Madagaskar.

Aquamarin

Der Aquamarin gehört zur Gruppe der Berylle. Die bedeutendsten Lagerstätten befinden sich in Brasilien und Madagaskar.

Bergkristall

Der Bergkristall gehört zur Quarz-Gruppe. Bestrahlt man den Bergkristall mit Radium- oder Röntgenstrahlen erhält man Rauchquarz.

Bernstein

Bernstein zählt zu den ältesten und bis heute beliebten Schmucksteinen der Welt. Er fasziniert durch die unterschiedliche Farbgebung, eine hohe Lichtbrechung und den goldgelben Glanz nach dem Polieren. Bernstein bezeichnet umgangssprachlich ein klares bis undurchsichtiges, meist gelbliches fossiles Harz unterschiedlicher Herkunft und Entstehungsgeschichte. Seinen Namen erhielt er aus dem plattdeutschen "börnen" = brennen, wegen seiner leichten Brennbarkeit. Der Bernstein ist empfindlich gegenüber Schweiß, Alkohol, Benzin, Parfüm und Wärme.

Citrin

Der Zitrin – oft auch Citrin geschrieben – ist ein ziemlich seltener Stein der Quarz-Gruppe. Er erscheint in den Farben Hell- bis Dunkelgelb und Goldbraun. Die meisten Zitrine, die heute angeboten werden, haben ihre Farbe durch Brennen von Amethyst oder Rauchquarz erhalten – ein Verfahren, das schon seit mehr als 200 Jahren üblich ist. Dabei werden die Steine auf 470 bis 560 Grad erhitzt und schlagen dann in die begehrten Gelbtöne über.

Diamanten

Diamanten sind die ältesten Edelsteine der Welt und zum Teil über 100 Millionen Jahre alt. Ein Diamant ist umso seltener und kostbarer, je mehr Karat er wiegt. Ein Karat entspricht 0,2 Gramm und wird in 100 Punkte unterteilt. Somit wiegt ein Diamant mit 25 Punkten 0,25 Karat. Die Qualität der Diamanten wird nach den „4 C“ beurteilt: Colour (Farbe), Clarity (Reinheit), Cut (Schliff) und Carat (Gewicht).

Granat

Unter dem Begriff "Granat" versteht der Fachmann eine Gruppe von mehr als zehn verschiedenen Edelsteinen mit ähnlicher chemischer Zusammensetzung. Die Farbe Rot kommt zwar am häufigsten vor, doch gibt es den Granat ebenso in verschiedenen Grüntönen, zartem bis intensivem Gelb, feurigem Orange und feinen erdfarbenen Nuancen. Nur die Farbe Blau kann er nicht bieten.

Jade

Jade ist bereits seit über 7.000 Jahren bekannt und wird unterteilt in jadeit- und nephrithaltige Jade. Es gibt den Stein in verschiedenen Nuancen: Smaragdgrün (Imperial-Jade), hellgrün mit dunkelgrünen Flecken (Jadealbit) und  grün mit schwarzen Flecken (Chloromelanit = Gestein aus Jadeit, Diopsid und Aegirin).

Karneol

Karneol gehört zur Quarz-Gruppe und ist eine orangefarbene bis braun- rote Variante des Chalzedons. Farbgebende Substanz ist Eisen. Natürliche Karneole sind inzwischen schwer erhältlich.

Labradorit

Der Labradorit ist ein Mineral der Feldspat-Gruppe, benannt wurde er nach seinem Fundort, der Halbinsel Labrador in Kanada. Er zeigt ein Farbenspiel in metallisch glänzenden Tönen, diesen Effekt nennt man auch Labradorisieren. Die wichtigsten Lagerstätten sind auch heute noch in Kanada, außerdem in Australien, Madagaskar, Mexiko, Russland und den USA.

Lapis Lazuli

Der undurchsichtige Lapis Lazuli oder auch Lasurstein ist ein Gemenge verschiedener Minerale. Hauptbestandteil ist Lasurit, das für die typische leuchtend blaue Farbe des Steins verantwortlich ist. Daneben ziehen sich Bänder oder Flecken anderer Minerale durch den Lapislazuli. Bei besten Qualitäten ist die Farbe gleichmäßig verteilt, oft ist der Lapislazuli jedoch fleckig oder streifig. Der Stein wurde schon in vorgeschichtlicher Zeit als Schmuckstein verwendet, im Mittelalter diente er gemahlen als natürliches Ultramarinblau. Lapislazuli ist von mäßiger Härte und gegen Wärme, Parfum und Kosmetika empfindlich. Das wichtigste Vorkommen liegt in Afghanistan.

Mondstein

Der Mondstein ist ein Mitglied der Feldspat-Gruppe. Namensgebend ist sein opalisierender mondähnlicher blasser Schimmer. Mondstein kommt in den Farben gelb und farblos vor. Er ist als Edelstein schon seit der Antike bekannt. Wichtige Herkunftsländer sind Birma, Sri Lanka und Brasilien.

Obsidian

Obsidian ist ein natürlich vorkommendes, vulkanisches Gesteinsglas. Obsidian entsteht bei rascher Abkühlung von Lava mit einem Massenanteil an Wasser von maximal 3–4 Prozent

Onyx

Der Onyx ist ein einfarbiger, meist schwarzer Stein der Chalcedon-Gruppe, oft mit weißer Bänderung. Der Name Onyx kommt von dem griechischen  Wort "ónychos" für Fingernagel, wegen seinem durchscheinenden Aussehen. Meist kommt er aus Argentinien, Brasilien, Indien, Madagaskar oder Mexiko.

Opal

Die Opal-Familie ist in 3 Gruppen unterteilt: der Edelopal mit opalisierendem Farbspektrum und einem regenbogenartigen Schiller, der Feueropal mit gelbroter Farbe und der gemeinen Opal, meist opak und ohne Schiller, daher auch der Name. Das Wort Opal kommt aus dem altindischen und bedeutet übersetzt Stein. Die berühmtesten Fundstätten liegen in Australien. Der Opal ist seit jeher ein Symbol unverfälschter Liebe.

Peridot

Der Peridot ist ein begehrter klar-glänzender Edelstein in Gelbgrün, Olivgrün oder Grünschwarz. Er kommt in basischen Vulkaniten vor. In der Barock-Zeit war der Peridot der begehrteste Schmuckstein.

Perlmutt

Perlmutt besteht vor allem aus Calciumkarbonat, einer Verbindung aus Calcium, Kohlenstoff und Sauerstoff. In der Perle liegt es als Aragonit vor, das in zahllosen, feinen, parallelen Lagen die Innenseite der Muschelschale auskleidet oder sich wie die Schalen einer Zwiebel um eine Perle legt. Muschelschalen aus Perlmutt wurden bereits in alten Zeiten als Gebrauchs- und Zierschmuck verwendet.

Quarz

Der Quarz umfasst eine große Gruppe von Mineralien mit vielen bekannten Schmuckstein-Varietäten, die chemisch gleich zusammengesetzt sind und ähnliche physikalische Eigenschaften haben. Man unterscheidet Quarze, deren Kristalle mit bloßem Auge erkennbar sind (unter anderem Amethyst, Citrin und Bergkristall) sowie Quarze, deren Kristalle mikroskopisch klein sind (unter anderem Achat, Chalcedon und Jaspis). Es gibt Quarze in allen erdenklichen Farben. Quarz wird auch in der Technik vielseitig verwendet: Quarzsand bildet einen wichtigen Rohstoff für die Glas- und Keramik-Industrie, Quarzkristalle dienen als Bauelemente in der Optik, Elektronik und Nachrichtentechnik.

Rauchquarz

Der Rauchquarz erhielt seinen Namen wegen seiner rauchigen Farbe. Wichtige Fundorte sind in Brasilien, Madagaskar, Russland, Schottland und der Schweiz. Seine Farbe ist braun bis fast schwarz und rauchgrau. Durch Erhitzen verliert er seine Farbe und wird zum Bergkristall. Der Rauchquarz ist bereits seit der Antike bekannt und gilt als Symbol für neue Kraft.

Rosenquarz

Der Rosenquarz gehört ebenfalls zur Quarz-Gruppe. Seine Farbe ist kräftigrosa bis blassrosa. Häufig ist er rissig und leicht trüb. Farbgebende Substanzen sind Titan und Mangan, mit der Zeit jedoch kann seine Farbe verblassen. Vorkommen findet man in Brasilien, Madagaskar, Indien und Mozambique. Seit der Antike gilt der Rosenquarz als Symbol der Liebe.

Rubin

"Der Rubin verdankt seinen Namen seiner Farbe: „Rubens“ heißt im Lateinischen „Rot“. Er ist einer der wertvollsten Edelsteine der Welt – oft viel kostbarer als ein gleich großer Diamant. Denn makellose Rubine sind äußerst selten. Am gefragtesten sind Steine aus den Minen von Mogok (Birma) im so genannten Taubenblutrot, einem bläulich überhauchten Rot.

Saphir

Sein Name führt in die Irre: Die Bezeichnung „Saphir“ beruht auf dem griechischen Wort für Blau. Doch der Saphir aus der Korund-Gruppe wird in allen Farben des Regenbogens gefunden. Es gibt grüne, gelbe, rosafarbene und braune Saphire, die die Farbe als Beinamen tragen. Der Name Saphir ohne Zusatz meint in der Regel den blauen Saphir. Nur der rote Korund wird Rubin genannt, der orangefarbene Padparadscha. Der Saphir gehört zu den begehrtesten Juwelen – besonders gefragt ist er in einem tiefen Kornblumenblau. Die bedeutendsten Lagerstätten liegen in Australien, Birma, Sri Lanka und Thailand.

Smaragd

Sein Name charakterisiert den edelsten Stein aus der Beryll-Gruppe: „Smaragdos“ kommt aus dem Griechischen und bedeutet „grüner Stein“. Die meisten Smaragde sind von feinen Rissen und Einschlüssen durchzogen. Vollkommene Steine in einem satten, dunklen Grün sind Raritäten, die höher geschätzt werden als der Diamant. Die schönsten Exemplare kommen aus Kolumbien und haben meist nur farblose Einschlüsse, während bei Steinen aus fast allen anderen Vorkommen der Welt das schöne Grün stärker eingetrübt ist. Bisweilen gilt dies jedoch nicht als Fehler und wird als „Jardin“ bezeichnet. Der Smaragd wird bevorzugt im Treppen- oder im Smaragdschliff (Emerald Cut) geschliffen.

Spinell

Der Spinell ist ein eher selten vorkommendes Mineral aus der Mineralklasse der Oxide Siegehören in all ihren Farbvarianten zu den edelsten Steinen und sind daher nur im Gutsortierten Fachhandel erhältlich. Farbe: Weiß, blau, rot, grün und schwarz, durchscheinend.

Swarovski-Kristalle

Die Firma Swarovski wurde bereits im Jahr 1895 vom Glasschleifer David Swarovski gegründet, welcher einen zum Patent angemeldeten, mechanischen Glasschleifer entwickelt hatte. Durch seine Arbeitsweise und die hohe Qualität der Swarovski Schmucksteine machte er sich schnell in der Modebranche einen Namen und machte die Firma, die heute über 17.000 Mitarbeiter weltweit beschäftigt, bekannt.
Wenngleich der Swarovski-Schmuck aufgrund dem hauptsächlich genutzten Material, dem  Kristallglas, eigentlich zu dem Modeschmuck gezählt werden muss, so kann man wohl mit Recht behaupten, dass Swarovski-Schmuck eine der hochwertigsten Modeschmuckarten darstellt, die je in der Welt der Mode Fuß fassen konnte.

Tansanit

Der Tansanit ist eine noch recht junge Schönheit: Er wurde erst 1967 entdeckt. Allerdings ist er kein neues Mineral, sondern eine besondere farbliche Varietät des Zoisit, die bisher nur in Tansania gefunden wurde. Der Stein besticht durch seine meist makellose Transparenz und seine intensive blaue Farbe, die bis ins Violett reichen kann. Bisweilen erscheint der Tansanit zweifarbig und ist dann von einem purpurfarbenen Hauch umgeben.

Tigerauge

Tigerauge gehört zur Quarz-Familie und entsteht aus dem blaugrauen Falkenauge. Seine goldgelbe bis goldbraune Farbe entsteht durch Eisen. Die typische Streifung entsteht durch eingelagerte Fasern. Einzigartig ist sein Schiller mit wogendem Lichtschein (chatoyieren = Katzenaugeneffekt), er wirkt daher wie das Auge eines Tigers. Es handelt sich um eine relativ junge Steinart, die erstmals im Jahr 1883 entdeckt wurde.

Topas

Der Name Topas wurde früher nicht einheitlich gebraucht: Man nannte alle gelben, goldbraunen und manchmal auch grünen Edelsteine Topas. Heute wird der Topas auch Edeltopas genannt und bezeichnet eine Gruppe von Edelsteinen, die in allen Farben auftreten: meist zart getönt von Gelb über Blau und Grün bis hin zu Rot und Violett. Am wertvollsten sind Steine in Rosa bis Rötlichorange - sie werden Imperial-Topas genannt. Am häufigsten findet man den Topas in Gelb. Daher wird er manchmal mit dem Citrin verwechselt, obwohl der Topas härter ist und eine höhere Lichtbrechung hat. Einzige Schwäche: seine gute Spaltbarkeit. Bedeutendster Lieferant ist Brasilien.

Turmalin

Der Turmalin gehört zur Turmalin-Grupe, einer Gruppe von Mischkristallen. Seine Farben sind farblos, rosa, rot, gelb, braun, grün, blau, violett und mehrfarbig. Er wird auch als „Stein mit gemischten Farben“ bezeichnet. Fundorte sind vor allem in Brasilien und Afghanistan.

Türkis

"Es gibt kein anderes Mineral, das in so vielen Kulturen als heiliger Stein und Talisman verehrt wurde. Schon in alten Zeiten war man fasziniert von der himmelblauen bis apfelgrünen Farbe des undurchsichtigen Türkises. Sein Name bedeutet „türkischer Stein“, weil sein Handelsweg früher über die Türkei führte. Die begehrteste Farbe, ein klares Himmelblau, ist selten; meist wird der Türkis von dunklen Adern anderer Mineralien durchzogen. Beste Qualitäten kommen aus dem Iran. Der Türkis weist eine relativ geringe Härte auf und ist leicht porös. Das macht ihn gegenüber Schweiß, Kosmetika und Parfum empfindlich."

Zirkonia

Zirkonia ist ein hochwertiger, künstlich hergestellter Kristall, der eine preiswerte Alternative zur Verwendung von Diamanten darstellt. Optisch ist der Zirkonia dabei kaum von einem Brillanten zu unterscheiden, weshalb er sich als Schmuckstein großer Beliebtheit erfreut. Gerne wird er auch in kräftigen Farben verwendet, da seine außergewöhnliche Brillanz sehr geschätzt wird.

Perlen

Seit über 5000 Jahren wird die Perle für die Herstellung von Schmuck verwendet. In vielen Kulturen gilt die Perle als Zeichen für Reichtum, Weisheit, Würde und Glück aber auch als ein Symbol für Tränen. Seit dem Altertum werden Perlen auch für die Herstellung von Heilmitteln eingesetzt.
Die Farbe der Perle ist abhängig von der Muschelart, dem Lebensraum und der Wassertemperatur und reicht von einem reinen Weiß, über Gelb, Rosa bis zu Grau. Perlen können jedoch auch künstlich gefärbt werden.
Nur außerhalb der Zucht gewachsene Perlen dürfen als „echte“ Perlen, auch Natur- oder Orientperlen bezeichnet werden. Für alle anderen, auf dem Markt erhältlichen Perlen gilt das Prädikat: Zuchtperle!

Barockperle

Bei der Perlzucht entstehen nicht nur runde Exemplare. Ganz im Gegenteil: Die meisten Perlen geraten aus der Form. Wenn sie in verschiedene Richtungen wachsen und außergewöhnliche Gestalt annehmen, werden sie Barockperlen oder Off-Shape-Perlen genannt. Je nach Form sind sie sehr gefragt, da aus ihnen individueller Schmuck entstehen kann.

Biwa-Perlen

Biwa-Zuchtperlen wurden ursprünglich im japanischen Biwa-See gezüchtet. Heute befinden sich die Zuchtfarmen für diese Süßwasserzuchtperle in China. Meist werden unregelmäßige Teilchen eingesetzt, sodass eine barock geformte Perlenform entsteht.

Mabéperlen

Mabéperlen sind halbrunde Perlen, die sich besonders für Ohrschmuck oder Broschen eignen. Sie werden produziert, indem man mehrere Halbkugeln aus Kunststoff oder Wachs auf die Schaleninnenseiten von Perlaustern aufklebt. Dort werden sie von der Muschel infolge ihres Schalenwachstums mit Perlmutt überzogen. Zur Ernte werden die Muscheln geöffnet und die Mabéperlen herausgefräst. Die Zuchtform wird entfernt, der Hohlraum aufgefüllt und die Rückseite mit einem Perlmuttstück verschlossen. Mabéperlen werden meist in der Südseemuschel „Pinctada maxima“ gezüchtet, werden zehn bis 20 Millimeter groß und können je nach eingesetzter Form auch oval, tropfen- oder herzförmig sein.

Süßwasserperlen

Süßwasser-Zuchtperlen sind heute sehr populär. Denn aus den früher kleinen und unregelmäßigen Perlen sind durch Zuchtfortschritte der vergangenen Jahre bis zu zehn Millimeter große, aber nur annähernd runde Perlen geworden, die durch ihre Farbvielfalt bestechen: Diese reicht von Weiß, Rosé und Grün bis hin zu intensiven Rot- und Lilatönen. Bei der Züchtung wird nur ein Perlmutt bildendes Gewebestück eingesetzt, so dass die Perlen kernlos sind und durch und durch aus Perlmutt bestehen. Heute kommen Süßwasser-Zuchtperlen fast ausschließlich aus China und tragen daher auch den Namen Chinaperlen.

Südseeperlen

Südseeperlen sind die kostbarsten und feinsten aller Perlen. Allein ihre Größe von 10 bis 20 Millimeter Durchmesser macht sie zu besonderen Prachtstücken. Helle Südsee-Zuchtperlen haben eine sehr dicke Perlmuttschicht, die von Weiß über Silber, Creme und Gold bis in ein helles Blaugrau geht und die ihnen den sanften und dennoch glanzvollen Lüster verleiht. Die größten und schönsten Südseeperlen kommen aus Australien, auch Indonesien ist ein bedeutender Produzent. Südseeperlen wachsen in der Muschel „Pinctada maxima“. Am seltensten und hochwertigsten sind weiße Südsee-Zuchtperlen, die nahezu perfekt rund geformt sind.

Tahitiperle

Die Tahitiperle ist die dunkle Variante der Südseeperle, die seit den 1960er Jahren in der schwarzlippigen Perlmuschel „Pinctada margaritifera“ überwiegend in Französisch-Polynesien gezüchtet wird. Auch sie erreicht ansehnliche Größen von acht bis zwölf Millimetern, zum Teil mehr als 15 Millimeter. Ihr satter Lüster glänzt in Grau-, Silber- und Schwarztönen, manchmal überhaucht von einem Schimmer Rot, Blau oder Grün. Am begehrtesten ist die Farbe einer Pfauenfeder, ein „Peacock“ genannter dunkler, grün schimmernder Ton.

Muschelkernperlen

Muschelkernperlen werden aus dem Kern der Austernmuschel hergestellt. Muschelkern ist eine harte organische Substanz, die die Austernmuscheln produzieren. Man schleift daraus Kugeln und poliert sie. Das natürliche Perlmutt wird aus der Austernmuschel gewonnen, zu feinstem Pulverstaub zermahlen und mit Farbpigmenten angereichert. Dieses gefärbte Perlmutt wird in einem aufwändigen, maschinellen Vorgang in mehreren Schichten auf die Muschelkernkugel aufgetragen. Dabei entsteht eine sehr gleichmäßige, dicke Perlmuttschicht. Mit bloßem Auge sind diese Perlen nicht von einer Austernperle zu unterscheiden. Dieses Herstellverfahren ermöglicht es sehr große und makellose Perlen viel schneller herzustellen als es auf natürliche Weise möglich wäre. In der Natur braucht eine 14 mm große Perle 3-4 Jahre Wachstumszeit. Dementsprechend, sind die Tahiti- und Südsseeperlen in dieser Größe selten und kosten oft ein Vermögen. Die Muschelkernperle kosten dagegen nur ein Bruchteil davon und haben eine sehr natürliche Ausstrahlung.

Schliffe

Cabochon

Der Cabochonschliff gehört zu den so genannten Glattschliffen, bei denen die gleichmäßige Oberfläche des Steins nicht durch Facetten unterbrochen ist. Er wird auch Mugelschliff genannt und ist die älteste bekannte Schliffform. Man unterscheidet Kugel-Cabochons, die von der Seite betrachtet wie eine liegende Halbkugel aussehen, sowie Kegel-Cabochons, die von der Seite betrachtet steil auf eine abgerundete Spitze zulaufen.

Facettenschliff

Eine Facette ist eine angeschliffene, plane Seitenfläche an einem Stein oder einem Metallkörper und dient der Erhöhung des optischen Effekts. Facettenschliffe sind Schliffformen, die aus einer Vielzahl kleiner, planer Flächen bestehen. Diese Bearbeitung von Edelsteinen ist seit dem 15. Jahrhundert üblich.

Navette-Schliff

Der Navette-Schliff ist eine schmale, spitzovale Schliffform, die wegen ihres Aussehens auch „Schiffchen“ genannt wird. Die Tafel dieser Form ist länglich und spitz gestaltet und von Facetten umgeben. Der Navette-Schliff ähnelt in seiner Form dem Marquise-Schliff.

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